Regeln für den Umgang mit dem Hund

Ein Mädchen liegt mit dem Hund kuschelnd auf der Wiese.
Mädchen und Hund im Garten; sitzend auf der Wiese.

Auch wenn meine Hunde sehr zutraulich und sozial sind, so gibt es doch einige generelle Regeln für den Umgang mit ihnen. Diese sollen sowohl den Patienten als auch den Hunden ein langsames Aufeinander zugehen und kennenlernen ermöglichen. Klare Regeln sorgen hier für Respekt anderen Lebewesen gegenüber und geben Struktur.

  1. Erst fragen, dann schnuppern, dann anfassen.
    Bevor man einen fremden Hund anfasst, sollte man den Besitzer fragen, ob das okay ist. Ist der Besitzer damit einverstanden, dass man den Hund streichelt, muss der Hund selbst gefragt werden, ob er das möchte. Er sollte immer zuerst an der Hand schnuppern dürfen, bevor man ihn anfasst. Niemals darf ein Hund von hinten gepackt oder gestreichelt werden. Möglicherweise erschreckt er sich so sehr, dass er schnappt.
  2. Man behandelt einen Hund so wie man selbst behandelt werden möchte.
    Ein Hund mag es nicht wenn man ihn an den Ohren zieht, in die Nase zwickt oder am Schwanz packt. Das tut ihm weh. Er hat ein sehr gutes Gehör, darauf muss man Rücksicht nehmen und sollte deswegen nicht schreien oder kreischen. Mit einem Hund muss man stets sanft umgehen.
  3. Bitte nicht füttern
    Genau wie andere Tiere solltet man einem Hund nicht einfach irgendwas zu fressen geben. Man sollte immer erst den Besitzer fragen was der Hund fressen darf und ob man ihm was geben darf. Vielleicht hat der Besitzer auch selber Futter dabei. Von ungewohntem Futter und zu viel Futter können Hunde sehr krank werde.
  4. Fressende und schlafende Hunde soll man nicht stören
    Auch ein Hund möchte mal seine Ruhe haben und hat nicht immer Lust zu spielen – wenn er sich zurückzieht muss man das akzeptieren und darf ihn keinesfalls stören. Auch beim Fressen sollte der Hund nicht gestört werden! Niemals und unter gar keinen Umständen sollte man versuchen, dem Vierbeiner sein Essen wegzunehmen.
  5. Nicht wegrennen!
    Man sollte niemals vor einem Hund wegrennen, auch nicht wenn man Angst hat. Das reizt den Jagdtrieb des Hundes. Auch schnelle und hektische Bewegungen sollten vermieden werden.
  6. Körpersprache
    Ein Hund spricht mit seinem Körper und teilt so Freude und Leid mit. Wedelt der Hund mit dem Schwanz, so freut er sich. Duckt er sich und klemmt den Schwanz zwischen die Beine, hat er Angst. Knurrt der Hund oder fletscht er die Zähne, so ist er ängstlich oder wütend. Dann heißt es auf Abstand gehen. Hebt der Hund eine Vorderpfote an, oder streckt den Hintern in die Höhe während die Vorderbeine auf dem Boden liegen, so möchte er spielen. Keine Angst wenn ein Hund bellt – das ist zwar laut, ist aber meistens nicht böse gemeint!
  7. Nicht in die Augen schauen!
    Hunde schauen sich nur dann direkt in die Augen, wenn sie die Rangordnung festlegen wollen. Derjenige, der seinen Blick abwendet, ist der Schwächere. Wenn ein Mensch einem Hund direkt in die Augen schaut, könnte dieser denken dass sich der Mensch mit ihm messen möchte. Ein Kind sollte das unbedingt vermeiden.
  8. Vorsicht vor den Zähnchen
    Füttert man dem Hund ein Leckerli aus der Hand, muss man auf seine Finger achtgeben. Manche Hunde nehmen den Leckerbissen zwar ganz vorsichtig aus der Hand, andere sind jedoch so gierig, dass sie die Belohnung aus der Hand schnappen. Das meint der Vierbeiner nicht böse – weh tun kann es trotzdem. Ein Leckerchen sollte also immer auf der flachen Hand angeboten werden.
  9. Versuche nie raufende Hunde zu trennen
    Hunde toben genauso miteinander wie man mit Freunden oder Gechwistern tobt, nur benutzen sie dabei meist ihre Zähne. Sie kriegen dabei nicht mehr viel von ihrer Umgebung mit, deswegen sollte man sich von tobenden Hunde fern halten, sie könnten sonst aus Versehen verletzen jemanden verletzen.
  10. Wenn man mit einem Hunde spielt sollte immer ein Erwachsener dabei sein
    Er kann sagen, wie man sich richtig verhält, erklären warum der Hund macht was er macht und wie man richtig mit ihm spielen kann.
  11. Kein Hund ist wie der andere
    Wenn man schon einen Hund kennt und weiss was er mag, heisst das nicht, dass andere Hunde das auch mögen. Deswegen muss man jeden Hund neu kennenlernen genau wie bei Menschen auch. Der eine mag Fussball der andere Federball, ein Hund mag gern angefasst werden, der andere nicht.